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dem Vergehen hat und sich seiner eigenen Kraft und Reife bewusst ist, kaum bezwungen werden kann? Diesem Wissen und der inneren Stärke standen die Römer, die bereits riesige Landstriche ihr Eigen nannten und unzählige Sklaven und Untertanen besaßen, mit ihren Elite-Einheiten machtlos gegenüber. Wohl weil sie die Schmach der Varuskatastrophe nicht verwinden konnten und auf einen letztlichen Sieg hofften, kam es 14 u.Z. unter Germanicus zum Höchsten Feste - dem der TANFANA - zu der Vernichtung ihres Geweihten Tempels. Entsprechend ihrem Brauche waren die Marser unbewaffnet in TANFANAS Hain und damit wehrlos den römischen Elite-Einheiten des Germanicus ausgeliefert. Die Zerstörung des TANFANA-Tempels war ein feiger, hinterhältiger und brutaler römischer Schwertstoß in die germanische Seele.

Die GERMANEN gaben sich ihren Namen selbst! Poseidonis bezeugte um 90 v.u.Z. erstmals diesen Namen und Strabo 20 v.u.Z. Hinter GERMANEN verbirgt sich das für immer verbindende Ur-Wissen, die Weisheit des reifen, freien Menschen, der sich als untrennbarerer Bestandteil der Natur versteht, begreift und empfindet. Der Name GERMANE war „… ein Einweihungs- und Initiationsname der Reifefeiern gewesen…“ . „Des Reifseins, schlicht und lichtvoll zugleich „Reife Menschen“, „Germanen“. Es ging um die Bewahrung eines mündlich überlieferten Eigenwissens, das von den großen Kult- und Versammlungsstätten gehütet wurde, von dem Außenstehende nichts wussten und auch nichts wissen sollten (5). Die GERMANEN hüteten das mündlich überlieferte Eigenwissen seit unvordenklichen Zeiten. Sie gaben es durch ihren GER(S)-MANE-KULT, zur Herbstgleichen, an die nachfolgenden Generationen weiter.

Für mich ist mein literarisches Werk Verpflichtung und Berufung zugleich,

 

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ganz im Sinne der GER(S)-MANEN echt, reif und erwachsen zu sein - was das lateinische Adjektiv „germanus“ wörtlich übersetzt bedeutet.

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(1) Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, 2001, Bd.8, Sp. 1348, 36

(2) Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, 2001, Bd.8, Sp. 1350, 52

(3) Jacob Grimm, Cherusken und Marsen, Geschichte der deutschen Sprache I, 1868, S.433

(4) Prof. Rikus, Auf den Spuren der Nethegöttin, Aufsatz, S.15

(5) Dr. Elisabeth Neumann-Gundrum, Ur-Wissen Europas, Jung Verlag Herborn-Seelbach, 1994, S.172

 
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