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Eingehend beobachteten die Menschen seit unvordenklichen Zeiten auch den Sternenhimmel sowie die Läufe von Sonne und Mond. Ihr unglaubliches Himmelswissen verewigten sie in „Sonnenobservatorien“ (z.B. in Goseck/ Sachsen-Anhalt, vor 7.000 Jahren), in prähistorischen Steinkalendern (z.B. dem „Boitiner Steintanz“/Mecklenburg Vorpommern) in der einzigartigen Himmelsscheibe von Nebra, der bisher ältesten konkreten Himmelsdarstellung, welche auf unserem Planeten gefunden wurde (ca. 3.500 Jahre). In dieses für uns Heutige unglaubliche Wissen reiht sich auch der Marser-Tempel TANFANA ein; eine ca. 5.000 Jahre alte Erdumwallung in der Nähe von Lichtenau/Ostwestfalen. TANFANAS Tempel war ein altes „Mondobservatorium“ von dem aus auch der Aufgang der Sonne zur Wintersonnenwende beobachtet werden konnte. Die Germanen huldigten hier, in dem Geweihten Hain, sowohl ihrer Hüterin der Quellen GERS als auch der alten Mondin MANE.
Nach den archäologischen und astronomischen Befunden der letzten zwei Jahrzehnte muss die Ur- und Frühgeschichte neu geschrieben und bewertet werden! Auch die Lehrstuhlwissenschaft kommt auf Dauer nicht umhin endlich anzuerkennen, dass Europa einst eine Hochkultur besaß. Zu einer Zeit, in der gewaltfrei, kriegsfern und gleichwertig die Frauen auf Augenhöhe mit den sehenden Männern lebten. Alles Wichtige und Wertvolle für das harmonische Zusammenleben von Allmutter, Erdmutter und Menschen wurde von unseren Vorfahren in ihren Festen, in Liedern, Tänzen und Erzählungen weitergegeben und in einer höchst entwickelten Schrift - den Runen, über die Wilhelm Grimm 1821 ein umfassendes Werk schrieb.
Die Germanen brauchten keine Religion; sie hatten ihre Jahreszeitenfeste. Worin besteht der Unterschied? Die Grundlage jeglicher Religion ist der Glauben; unsere Vorfahren hingegen wussten: Sie verfügten über das Wissen der Einheit der Trinität, über die Gesetze des untrennbaren
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Zusammenhanges zwischen Himmel, Mensch und Erde, über das Begreifen des nie endenden Zyklus des Entstehens, Werdens und Vergehens.
Religion hingegen ist Fremderfahrung; Niedergeschriebenes und oft Verfälschtes wurde zum Maßstab moralischen Verhaltens erhoben. Verbote, Erbsünden, das Einreden von Schuld und das Abführen des Zehnten machten den Menschen klein, schwach, hilf- und bedeutungslos. Das devote Niederknien vor einem Abbild war hierfür ein Sinnbild. Oft wurde „Wasser gepredigt und Wein getrunken.“
Die germanischen Jahresfeste hingegen fanden im Einklang mit den Naturzyklen, unter freiem Himmel, in Geweihten Hainen, an Geweihten Quellen statt. Feste sind wie ihr Name bezeugt, etwas Feststehendes und Unumstößliches. Sie sind Selbsterfahrung, Selbstempfinden, Seelengleichklang des Menschen mit der Natur und dem Kosmos. Unsere Vorfahren lebten bis zur Fremdherrschaft als sesshafte, freie, gleichwertige und reife Menschen. Keine Jahreszeit macht das sichtbarer als der Herbst: Wenn sich die Blätter der Bäume bunt färben, der Saft des Blattes mineralisiert, zur höchsten Reife gelangt, danach abfällt und vergeht bis zum Frühjahr, wenn neue Knospen sprießen. Wer mit den Gesetzen und dem Wissen der Natur lebt, hat keine Angst vor Vergehen und Tod, wie wir heute sagen.
Germanische Stämme des rechtsrheinischen Raumes hatten sich im Herbst des Jahres 9 u.Z. zu ihrem höchsten Feste - dem Fest der TANFANA - für den Befreiungsschlag gegen die Römer entschieden. Es
gab keinen geeigneteren Zeitpunkt: Die Harmonie des Alls, die Reife der Natur wie auch ihre eigene und
die allempfindende Liebe von TANFANA standen ihnen bei. Haben die Römer nach ihrer katastrophalen
Niederlage 9 u.Z. diesen Zusammenhang herausgefunden? Haben sie erkannt, dass ein Volk, das keine Angst vor
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